Mythos Neutralität: Handlungssicherheit bei antidemokratischen Vorfällen

30.6. | 16:00 - 17:30 Uhr
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Programm / Worum soll es in dieser Veranstaltung gehen?

Antidemokratische Vorfälle an Schulen nehmen zu. Lehrkräfte, die gesellschaftlich kontroverse Themen im Unterricht behandeln, sehen sich dabei zunehmend Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt. Gleichzeitig führt der Neutralitätsmythos zu zusätzlicher Verunsicherung im professionellen Handeln.

Der Workshop greift genau diese Herausforderungen auf und verdeutlicht, warum das, häufig von rechten Akteuren eingeforderte, „Neutralitätsgebot“ in dieser Form ein Mythos ist.

Nach einem einführenden Impuls werden anhand ausgewählter Fallbeispiele aus der schulischen Praxis konkrete Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Aussagen oder Handlungen erarbeitet, die sich gegen grundgesetzlich verankerte Werte richten - im Klassenraum, auf Elternabenden oder auch im Kollegium.
Im Zentrum stehen dabei rechtliche Orientierung, pädagogisches Handeln und professionelle Haltung.

Grundlage bilden Fallbeispiele (Ergebnisse einer Umfrage unter Lehrkräften von Teachers for Future e.V.) sowie die in der Handreichung "Mythos Neutralität: Demokratie stärken und Haltung zeigen im Schulalltag" dargestellten rechtlichen Leitlinien, insbesondere zu Verfassungstreue, Mäßigungsgebot, Bildungsauftrag, Fürsorgepflicht und den Grenzen parteipolitischer Einflussnahme.

Ziel ist es, rechtliche Grenzen und Möglichkeiten zu klären und deren professionelle Umsetzung im Umgang mit antidemokratischen Vorfällen zu reflektieren, um mehr Handlungs- und Rechtssicherheit zu gewinnen.



Ablauf des Workshops:

  • Inhaltlicher Einstieg zum Thema „Mythos Neutralität“

  • Vorstellung ausgewählter Fallbeispiele

  • Juristische Einordnung durch den Referenten Paul Anton König

  • Kollegialer Austausch in Breakout-Sessions zu jeweils einem Fallbeispiel
    (Fokus: Handlungsspielräume im pädagogischen Handeln auf Grundlage der rechtlichen Einordnung)

  • Gemeinsame Abschluss- und Fragerunde


[Die Fallbeispiele dienen der Veranschaulichung und sind rechtlich unverbindlich. Sie ersetzen keine juristische Beratung, da die rechtliche Bewertung stets vom Einzelfall und seinen konkreten Umständen abhängt. Im Zweifel wird empfohlen, fachlichen Rechtsrat einzuholen.]

P K

Paul Anton König

K R

Karla Reese

Wie soll gearbeitet werden

Datum
  • Dienstag, 30. Juni 2026 | 16:00 - 17:30 Uhr
Anmeldeschluss
Dienstag, 30. Juni 2026 | 16:00 Uhr
Ort
Online
Format
Austausch
Veranstalter
Robert Bosch Stiftung

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